Im Alten Münchner Rathaus am Marienplatz wurde am Montagabend die Jubiläumswoche zum 40-jährigen Bestehen der Iberl-Bühne München-Solln eröffnet. Die Laienbühne Schorndorf nutzte den feierlichen Rahmen, um Autor, Regisseur und Schauspieler Georg Maier für sein langjähriges Wirken im Volkstheater mit dem Kulturpreis „Schauer“ auszuzeichnen. Die Laudatio hielt Landrat Theo Zellner.
Üblicherweise wird der Kulturpreis während des Kultursommers auf der Burg Neuhaus überreicht. Bis zur Veranstaltung am Montag war jedoch nicht bekannt, dass die unabhängige Jury – bestehend aus Landrat Theo Zellner, Inge Zellner (Initiative „Bürger helfen Bürgern“), Dr. Bärbel Kleindorfer-Marx (Kulturreferentin), Albert Seidl (Tourismusreferent), Thekla Schauer (Eigentümerin der Burg Neuhaus) und Max Schmaderer (1. Bürgermeister der Gemeinde Schorndorf) – im Frühjahr zwei Preisträger für 2006 benannt hatte: neben Monika Raith auch Georg Maier von der Iberl-Bühne.
Die Laienbühne Schorndorf spielt seit 1996 mit großem Erfolg Stücke von Georg Maier auf der Burg Neuhaus. Damit wurde dem würdigen Volkstheater im Landkreis Cham erneut eine künstlerische Heimat gegeben. Angesichts des 40-jährigen Jubiläums der Iberl-Bühne sowie des geplanten Jubiläumsfestivals im Oktober wurde die Verleihung an Georg Maier bewusst verschoben und nun in München nachgeholt.
In seiner Laudatio betonte Landrat Zellner, „dass uns vor 40 Jahren jemand einen Stein ins Wasser geworfen hat und die Ringe bis in die Oberpfalz reichen“. Seit einem Jahrzehnt begeisterten die Stücke Georg Maiers jährlich rund 3000 Besucherinnen und Besucher auf der Burg Neuhaus. Inzwischen wurden sogar Darstellerinnen und Darsteller der Laienbühne Schorndorf wiederholt als Gastspieler an die Iberl-Bühne eingeladen.
Der Iberl-Bühne und ihrem Autor sei es zu verdanken, so Zellner weiter, dass sich die Laienbühne Schorndorf auf der Burg Neuhaus „ein Wohnzimmer und Zuhause für bestes und würdiges Volkstheater“ schaffen konnte. Georg Maier erhält den Kulturpreis „Schauer“ in Anerkennung seines herausragenden Beitrags zur regionalen Kultur – insbesondere zur Förderung einer „Kultur, die lachen macht“ sowie einer „Kultur, die Miteinander macht“ – und für sein lebenslanges Wirken im Volkstheater.
Neben der Urkunde überreichten Landrat Theo Zellner und Laienbühne-Vorstand Säp Kiesl auch die Ehrengabe: ein vom Glaskünstler Theo Sellner aus Lohberg gestaltetes Unikat.