Es geht um den auf Oberbayern beschränkten alten Brauch des Haberfeldtreibens, eine Art öffentliches Femegericht in Form einer organisierten Volksrüge. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der "Habererbund" mit seinen nicht gesetzlichen Umtrieben verboten.
Dieser Stoff eignet sich mit den Themen Liebe, Eifersucht, Macht, Geld und Intrigen hervorragend für ein spannendes Theaterstück.
Geschickt, und auf mehreren Ebenen, wurde mit diesen Zutaten eine dramatische und witzig-heitere Handlung gestrickt. So bekommt selbstverständlich der bereits angegraute, aber g´wappelte Rosserer die junge, resche Meisi, nachdem sich ihr Tschamsterer mit einer anderen davongemacht hat. Wir erleben, wie sich Meisi aus ihrer Not und Schwangerschaft in eine sichere Zukunft rettet.
Ihr Vater, der Haberermeister mit seiner Doppelmoral, muß schließlich vor dem Staatsanwalt fliehen und der Dorfpolizist reagiert mit totalem Gedächtnisausfall, weil er damit die ersehnte Beförderung auf einen attraktiven Posten im Polizeipräsidium in der Stadt erhält. Dem Publikum kommen aber keineswegs die Tränen, wenn am Ende alle als betrogene Betrüger dastehen.
Balthasar Schnappauf, Bräu-Wirt und Haberermeister
Hans Höcherl
Meisi Schnappauf, seine Tochter
Marion Raith
Toni Hatzl, Tschamsterer von Meisi
Florian Kiesl
Sixtus Dipfelberger, Dorfgendarm
Säp Kiesl
Rosserer, Viehhandler
Stephan Obermeier
Spielleitung
Kurt Laumer, Rita Reiser
Maske
Rita Raith
Technik
Hermann Valta, Karl Vogl
Bühnenbild
Otto Raith, Heinz Schlecht, Manfred Schnitzbauer, Max Wanninger