Kulturpreis "Der Schauer" 2018 ...

... ist gekürt:

In Anerkennung ihres herausragenden Beitrags „zu einer Kultur, die lachen macht“ und „zu einer Kultur, die miteinander macht“, wurde dieses Jahr auf Burg Neuhaus an die Musikkabarettgruppe

„Da Huawa, da Meier und I“

der Kulturpreis „Schauer 2018“ verliehen. „Mehr als 100 Live-Auftritte pro Jahr zeugen von gefragt sein, von Schwung, Witz und hintergründigem Humor“, so Theo Zellner als Sprecher der Jury.

Seit inzwischen 16 Jahren wird auf Burg Neuhaus unter der Patenschaft des Landkreises die Schauer-Auszeichnung vergeben. Wie Walter Reiser von der Laienbühne Schorndorf bei der Begrüßung betonte, „sind dies immer besondere Abende“. Mit dem Kulturpreis beabsichtige die Laienbühne Schorndorf einerseits an den verstorbenen Neuhauser Burgbesitzer, Förderer und Freund Vinzenz Schauer zu erinnern. Zum anderen sollen mit dem "Schauer" Personen, Gruppen oder Einrichtungen geehrt werden, die schon lange Zeit im kulturellen Bereich wirken oder engagiert sind. Die Bezeichnung "Schauer" sei einfach, kurz sowie prägnant und verbindet mehrere Gedanken: Weitblick, nach vorne orientiert, aber immer im Einklang mit dem Althereingebrachten. Der Name "Schauer" passe außerdem ganz ausgezeichnet sowohl zum Logo der Gemeinde Schorndorf („Immer in Bewegung“) als auch des Landkreises Cham („Beste Aussichten“). Glaskünstler Hubert Hödl gelingt es bei den Anfertigungen in hervorragender Art und Weise die Gedanken des Schauer-Kulturpreises zum Ausdruck zu bringen. Kein "Schauer" ist wie der andere, jeder bleibt für sich ein Unikat - genauso wie die alljährlichen Preisträger.

 
Auszüge aus der Laudatio von Theo Zellner

„Wir sind wieder einmal beim Musikkabarett gelandet“, begann Jury-Sprecher Theo Zellner. Christian Maier (da Huawa), Matthias Meier (da Meier) und Sepp Haslinger (I) würden unbestritten zum erfolgreichsten in diesem Metier auf Bayerns und Österreichs Bühnen gehören. Nicht zu vergessen Siegi Mühlbauer, der nicht mehr dabei ist. Zellner bezeichnete sie als Vollblutmusiker, Komödianten, Wortakrobaten und Textmacher im besten Sinne des Wortes. Die Lieder würden mal mit viel „Gfui“ bestechen, seien mal kritisch, mal ernst, mal hintersinnig, mal urkomisch, „sie kombinieren bayerische Volksmusik mit Musikrichtungen aus aller Welt – von Blues, über Reggae bis Rock’n’Roll“. Musik als fetzige Begleitung von Komik und Humor, aber auch von Satire und Polemik bis hin zu gesellschaftskritischen Beiträgen wie z.B. beim Jammerlappen-Songtext. „Mir gefällt, wie sie den ewigen Meckerern die schlechte Laune abgewöhnen“, so Zellner, der das Prinzip von „Huawa, Meier und I“ nach eigener Meinung wie folgt zusammenfasste: „Worüber man lacht, das nimmt man ernst“. Natürlich hätten sie das schöne Bayernland im Blick, sie würden aber beim Singen durchaus mit Seitenhieben im Untergrund wühlen einer allzu oberflächlichen Idylle und Heimattümelei. Mit begeisternder rockiger Musik werden Themen aufgegriffen auch jenseits von Weißwurst und Brezen: „Da kommt zwischen mitreißenden Rhythmen viel Nachdenkliches auf“. Die ersten Gehversuche hätten sie natürlich beim Walter Thanner auf der Robinson-Bühne gemacht, „inzwischen gibt es sie seit 20 Jahren und damit lange vor jeder bayerischen Modewelle“. Von Martina Schwarzmann seien sie als „Bayerische Boygroup“ empfohlen worden. Preise sind da nicht ausgeblieben, etwa mit dem Passauer Scharfrichterbeil“. Zellner abschließend: „Die Jury war einstimmig der Meinung, dass die Musikkabarettgruppe den Schauer verdient hat“.

 

Den phantastischen Schlusspunkt bei der Schauer-Kulturpreis-Verleihung setzte die „Couplet-AG“ mit einem "Best Of"-Programm.

(Texte und Bilder, Redaktionsbüro Schmidbauer)