24. Verleihung - Johannes Reitmeier
Johannes Reitmeier
Am Sonntag 13. Juli wurde auf Burg Neuhaus der Autor, Regisseur und Intendant Johannes Reitmeier mit dem Kulturpreis „Schauer 2025“ ausgezeichnet. Jury-Sprecher Theo Zellner sagte: „Der Schauer, der für Kultur steht – die lachen, kritisch, miteinander macht – ist unser Zeichen des Respekts vor deiner Lebensleistung“.
Seit 2002 wird auf Burg Neuhaus unter der Patenschaft des Landkreises die Schauer-Auszeichnung vergeben. Wie Walter Reiser bei der Begrüßung betonte, „sind dies immer ganz besondere Abende“. Mit dem Kulturpreis beabsichtige die Laienbühne Schorndorf an den verstorbenen Neuhauser Burgbesitzer und Förderer Vinzenz Schauer zu erinnern. Der „Schauer“ sei sozusagen der Kulturpreis des Landkreises Cham, „damit sollen Personen, Gruppen oder Institutionen geehrt werden, die sich um die Kultur im Bayerwald und in Bayern verdient gemacht haben“. Der Name der bisherigen Preisträger könne sich sehen lassen. Glaskünstler Hubert Hödl gelinge es bei den Anfertigungen in hervorragender Art und Weise, die Gedanken des Schauer-Kulturpreises zum Ausdruck zu bringen. Kein "Schauer" sei wie der andere, jeder bleibe für sich ein Unikat - genauso wie die alljährlichen Preisträger. Von den bisher Geehrten konnten Toni Lauerer (allererster Preisträger), Walter Thanner (Liederbühne Robinson, 2003), Walter Kolbeck (Lichtenegger Bund Rimbach, 2007), Norbert Neugirg („Oberpfalzrebell“, Komiker, Kabarettist, 2010), Humorist Josef „Bäff“ Piendl (2014) und Paul Windschüttel (Landkreismusikschule, 2021) begrüßt werden. Auch zahlreichen weiteren Ehrengästen, angefangen von der Geistlichkeit und der Burgherrin Thekla Schauer mit Ehegatten Ludwig Oswald, bis hin zu Bundes- und Landtagsabgeordneten, einer ganzen Reihe von Bürgermeistern aus dem Landkreis Cham, Unternehmerpersönlichkeiten sowie von Seiten der Sponsoren, vor allem der Sparkasse im Landkreis Cham und der Raiffeisenbank Chamer Land, galt ein herzliches Willkommen. Die Medienpräsenz reichte bis zum Bayerischen Fernsehen und Rundfunk.
„Die Vielzahl der hochgeschätzten Personen aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie von Seiten des Rettungs- bzw. Sicherheitswesens und der Bürgerschaft ist uns eine besondere Ehre“, so Schorndorfs 1. Bürgermeister Max Schmaderer. Der Landkreis werde vom Ehrenamt getragen, dies habe sich jüngst bei der Entschärfung der Bombe in Cham gezeigt und das gelte ebenso für die Kulturszene: „Einzigartig, wunderbar, grandios“. Jury-Sprecher Theo Zellner werde nun aber „die Bombe platzen lassen“ und den Namen des Schauer-Kulturpreisträgers 2025 bekanntgeben. Laienbühne-Vorstand Säp Kiesl war es ein Anliegen, an zwei verstorbene Personen zu erinnern, die der Laienbühne nahestanden: Reimund Früchtl in seiner Funktion beim Landratsamt Cham und Glaskünstler Theo Sellner, der vor Hubert Hödl für die Laienbühne die Preisträger-Glasunikate angefertigt hatte.
Nach den Worten von Theo Zellner steht der besondere Schauer-Preis „für den Namen einer großzügigen Burgherrin im Kreise von Theaterbesessenen einer Laienbühne“. Und er stehe ebenso für Schauen, für Weitblick im Sinne des Landkreis-Logos „Beste Aussichten“. Es sei das Gesamtpaket auf Burg Neuhaus: „Man kommt hier rauf und fühlt sich wohl“. Dies beschreibe sehr gut der lateinische Begriff Genius Loci – „der Geist des Ortes“. Nach der Laudatio von Theo Zellner überreichte Landrat Franz Löffler an Preisträger Johannes Reitmeier sowohl Urkunde als auch Glasunikat. Löffler verwies auf die hohe Messlatte mit schon großen Schauer-Preisträgern von außen, „aber ganz besonders spannend wird es, wenn wir auch bei uns dahoam solche Preisträger haben“. Johannes Reitmeier sei dafür ein extrem positives Beispiel, in seiner Person gewährleiste die Kultur einen Brückenschlag weit über die Heimat hinaus.
Johannes Reitmeier bezeichnete die Entscheidung der Jury als ganz, ganz große Ehre, „und als wichtigen Preis, der mich unwahrscheinlich freut“. Egal ob Maler, Bildhauer, Komponisten oder Schriftsteller, alle diese Künstler könnten ihre Arbeit aus eigener Schaffenskraft und ohne fremdes Zutun machen. Dies gelte für Regisseure nicht, „sie sind darauf angewiesen, dass Menschen sich mit ihnen gemeinsam auf das Abenteuer Theater einlassen“. Nur dann könne alles, was sich Regisseure im stillen Kämmerlein erdacht hätten, auch Wirklichkeit und erlebbar werden. Und so dankte Reitmeier besonders den anwesenden Abordnungen aus Bad Kötzting und Rimbach, die sich als Erste auf dieses Abenteuer mit ihm eingelassen haben. „Es war mir eine Ehre, das Theaterleben mit euch kennenlernen zu dürfen“..
Laudatio für Johannes Reitmeier
Rahmenprogramm mit "Schüpfl-Partie"
(Texte und Bilder, Redaktionsbüro Schmidbauer)
Fotogalerie
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